Energieagentur für den Rhein-Sieg-Kreis und Bonn
Nach einem dreiviertel Jahr langem bohren durch die Kreistagsgruppe der Linken und hier speziell Energieberater Raymund Schoen aus Siegburg, Anträge stellen und Hintergründe und Ziele erklären, zeigten sich auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klima erste zarte Hoffnungsstreifen für den Antrag der Linkskreistagsgruppe zur Errichtung einer Energieagentur für die Region Bonn und Rhein-Sieg.
Während CSU- und SPD-Landkreise zum Teil schon seit über 10 Jahren mit verwaltungsexternen, übergreifenden, und gemeinnützigen Energieagenturen beste Erfahrungen gemacht haben, dümpeln Energieeinsparung und Erneuerbare Energien im Rhein-Sieg-Kreis praktisch weiterhin vor sich hin. Nicht mehr als 4 % der Energieerzeugung im Rhein-Sieg-Kreis erfolgen regenerativ (Stand Sommer 2011), bei einem angeblichen Potential von 140 %, laut Studie Energieregion Rhein-Sieg. In ganzen Regionen des Kreises gibt es keine verbrauchernahe, unabhängige Energiesparberatung. Energie-Sparberatungen für Einkommensschwache sind teilweise ersatzlos ausgelaufen, Energie-Initialberatung im bergischen Siegkreis findet praktisch nicht mehr statt, seitdem ein Beauftragter den Kreis beruflich bedingt vor einem Jahr verlassen hat. Fortbildungen für Architekten, Handwerker und Energieberater sind unkoordiniert und oft unzureichend. All das kann eine lokale oder regionale Energieagentur konkret organisieren und steuern.
Dringender Appell an Bundes- und Landesverkehrsministerium zur Ortsumgehung Much
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker, Landesverkehrsminister Harry K. Voigtsberger sowie Staatssekretär Horst Becker zum Ortstermin in Much eingeladen
Aufgrund der erheblichen Kürzungen seitens der CDU/FDP-Bundesregierung in Berlin bei den Mitteln für den Bundes-Fernstraßen-Bau ergeben sich dramatische Auswirkungen auf die Realisierung der geplanten Ortsumgehung Much. Das hat den Bürgermeister, Verwaltungsvorstand und die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP sowie die Partei Die Linke veranlasst, sich mit einem gemeinsamen, parteiübergreifenden Schreiben an das NRW-Verkehrsministerium zu wenden.
Eine neu erstellte "Prioritätenliste" der Landesregierung lässt eine Verschiebung der Mucher Ortsumgehung auf den "Sankt-Nimmerleins-Tag" befürchten. Das will die Mucher Politik so nicht hinnehmen. Gemeinsam mit dem Bürgermeister werden wir deshalb Bundes-Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), Bundestagsabgeordnete Lisa Winkelmeier-Becker (CDU) sowie Landes-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger (SPD) und seinen Staatssekretär Horst Becker (Bündnis 90/Die Grünen) zu einem öffentlichen Erörterungsgespräch nach Much einladen.
2004 war der damalige Landesverkehrsminister Schwanold (SPD) einer Einladung der Gemeinde gefolgt und hatte sich vor Ort von der vordringlichen Priorität überzeugt. Anschließend wurde Much auch deshalb in den vordringlichen Bedarf aufgenommen, weil es sich bei der abschüssigen B 56, in dem extrem eingeengten Ortskern, um eine mit der “Katastrophe von Herborn" vergleichbar gefährliche und äußerst prekäre Situation handelt.
Daneben ist durch das hohe Verkehrsaufkommen in dem engen Ortskern keinerlei Aufenthaltsqualität mehr gegeben, wodurch eine weitere positive Entwicklung des Zentralortes Much nicht mehr möglich ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund der geringen Straßenbreite Begegnungsverkehr nur durch Überfahren der Bürgersteige möglich ist, die im Boden liegenden Versorgungsleitungen in Mitleidenschaft gezogen werden sowie erhöhte Risiken für Passanten, insbesondere für alte Menschen und auch für Rollstuhlfahrer entstehen. Diese haben keine Chance, auszuweichen.
Die de facto Streichung der Ortsumgehung (verursacht durch die Kürzungen des Bundes bei den Mittelzuweisungen und durch die neue Prioritätenliste der Landesregierung NRW) enttäuscht die Mucher BürgerInnen und PolitikerInnen sehr. Die Verwaltung und die im Rat vertretenen Parteien werden deshalb die Vertreter des Landes- und Bundesministeriums zur Unterstützung der vorgetragenen Argumente zu einem öffentlichen Gespräch einladen.
Wir hoffen sehr, auf diese Weise die Entscheidungsträger zu einem Umdenken bewegen zu können.
Alfred Haas, Bürgermeister; Norbert Büscher, Beigeordneter; Günter Schlimbach, Kämmerer
Werner Michels, CDU-Fraktion; Peter Iffland, SPD-Fraktion; Hartmut Erwin, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen; Klaus Reker, FDP-Fraktion; Gerd Binder, Die Linke.Much
Allestöter Roundup verbieten
"Verbraucherpolitik muss Transparenz schaffen, für Rechtssicherheit sorgen und gesundheitlichen Schutz gewährleisten."
Bundesministerin Ilse Aigner
Frau Aigner, wir nehmen Sie beim Wort und fordern den sofortigen
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Verkaufsstopp glyphosathaltiger Pflanzengifte an Privatpersonen
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Stopp des Einsatzes glyphosathaltiger Pflanzengifte in der Landwirtschaft
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Importstopp genmanipulierter Lebens- und Futtermittel
Denn wir brauchen gesunde Lebensmittel für alle Menschen und Tiere!
Werden Sie aktiv: Gift und Gentechnik sind keine Lösung. Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher wollen gesunde Lebensmittel, nachhaltig-ökologische Landwirtschaft und eine intakte Umwelt.
Fordern Sie das Ende von Roundup, Gyphosat und Gentechnik in Deutschland und Europa. Senden Sie eine Protestmail an Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner.
Unterschreiben Sie hier die Protestnote bei der Onlineaktion vom Umweltinstitut München.
Mit einem Klick auf die obige Grafik laden Sie das Faltblatt zum Thema Roundup und Glyphosat.
Ergänzend ein Bericht vom SWR: http://swrmediathek.de/player.htm?show=bd613fb0-ffdc-11e0-b216-0026b975f2e6
Rechtslücke macht Strom teurer
Quelle: Ksta.de
Ein derart umfängliches Versagen der Aufsicht durch die Regierung hat es wohl noch nie gegeben, seit die Energiemärkte 1998 liberalisiert wurden: Bis zu zwei Milliarden Euro kassieren die Betreiber der Strom- und Gasnetze kommendes Jahr zusätzlich von ihren Kunden, weil ein Urteil des Bundesgerichtshofs nicht ernst genommen wurde.
Den ganzen Artikel zum Versagen der Bundesregierung finden Sie hier.
Streit um Unkrautvernichtungsmittel: Risiko Rundumvernichter
Quelle: Süddeutsche.de, Hanno Charisius
Am Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist man nervös. Gespräche mit Journalisten werden auf Tonband mitgeschnitten. Man wolle sicher gehen, dass man korrekt zitiert werde, heißt es. Schließlich geht es um ein heißes Thema: In einem neuen Bericht wirft eine unabhängige Gruppe von Wissenschaftlern den Kollegen von der Behörde vor, seit mehr als einem Jahrzehnt Gefahren zu verschweigen, die von Roundup ausgehen, dem meistverkauften Unkrautvernichtungsmittel der Welt.
Die Gruppe, die sich "Earth Open Source" nennt und der hochkarätige Wissenschaftler angehören, wirft den Prüfern vor, die Datenlage zu industriefreundlich interpretiert und somit die Zulassung auf den europäischen Markt ermöglicht zu haben. Den acht Autoren zufolge hätten die Verantwortlichen spätestens 1998 gewusst, dass der Wirkstoff Glyphosat in dem Unkrautmittel Fehlbildungen bei Tier-Embryonen verursacht.
Den ganzen Artikel zu dem auch bei uns in Much und im Rhein-Sieg-Kreis eingesetzten Gift finden Sie hier.
Deutschland bleibt Stromexporteur
Biosprit: Treibhausgasminderung bloß ein schwerer Rechenfehler
Quelle: heise.de, Matthias Brake
Der wissenschaftliche Ausschuss der Europäischen Umweltagentur kritisiert in seiner aktuellen Studie die zur Zeit angewandten Bilanzierungsmethoden der EU für die Treibhausgasbilanz von Biosprit und bezeichnet sie als "schweren Rechenfehler". Für eine seriöse Treibhausgasbilanzierung dürfte nach Ansicht der Wissenschaftler nur angerechnet werden, wieviel an CO2 die sogenannten Energiepflanzen in ihrer Biomasse zusätzlich absorbieren, also nur der Anteil über die Menge hinaus, den die vorher dort wachsenden Felder, Wälder oder Grünland ohnehin banden. Stattdessen würden in der EU-Bilanzierungsmethode die CO2-Einsparungen durch Bindung als Biomasse doppelt angerechnet.

