Kommunen in Not

Die Krise des Kapitalismus – stehen wir am Vorabend der Revolution?

Vorlesen mit webReader

von Martin Beinersdorf

In der ganzen Welt finden sich augenblicklich Menschen unterschiedlichster Herkünfte zu Demonstrationen gegen die Finanzwirtschaft, die Verarmung großer Teile der Bevölkerung und für ein gerechtes Weltwirtschaftssystem zusammen. Ist dies nur eine Momentaufnahme oder der Anfang einer Bewegung wie sie in der DDR 1989 ihren Anfang nahm? Kommt die Revolution, wie in der arabischen Welt, jetzt auch langsam in den kapitalistischen Industrienationen in Fahrt? Die Menschen erkennen immer mehr, Kapitalismus hat nichts mit Freiheit zu tun; selbst seinen Ausbeuter kann man bei der augenblicklichen Arbeitsmarktsituation nicht mehr frei wählen. Kapitalismus hat auch nichts mit Gerechtigkeit zu tun, max. 10% der Bevölkerung schöpft den Rahm ab, der Rest kann sehe, wo er bleibt. Kapitalismus hat auch nichts mit Menschenwürde zu tun. Die reichen Staaten beuten die armen Staaten aus und diktieren ihnen die Regeln und letztendlich (dies wird vielen Menschen jetzt erst klar): Kapitalismus hat nichts mit einer funktionierenden Weltwirtschaft zu tun. Der „Kapitalismus frisst seine eigenen Kinder“ so kann das alte Sprichwort neu vertont werden. Die Habgier der Banken, der Großkonzerne aber auch mancher Staatsmänner/frauen, immer mehr aus dem Kapitalanteil Arbeit (=Mensch) bei immer weniger Kapitaleinsatz (=Geld/Lohn) herauszuholen wird scheitern. Der Bogen ist überspannt! Die Banken scheitern an Ihren eigenen Phantasiepapieren, an dem erzeugten „Luftgeld“, hinter dem keine materielle Sicherheit steht. Die Unternehmen scheitern, weil Sie mit Ihrer Vorgehensweise, immer billiger produzieren wollen (z. B. in Entwicklungs- und Schwellenländern), aber aufgrund der generell niedrigen Gehaltsstrukturen weltweit, den jeweiligen schwachen Binnennachfragen usw. trotz des geringeren Preises, ihre Güter nur noch an die besserverdienende Schicht absetzen können – doch diese wird immer kleiner! Der Staat zu guter Letzt schröpft die Bürgerinnen und Bürger mit Steuern und Abgaben – nicht zuletzt um angehäufte Schulden, bzw. Bürgschaften für die von anderen angehäuften Schulden, bezahlen zu können. Heiner Geissler dazu im Kölner Stadt Anzeiger vom 7.10.2011, „…Das jetzt vorherrschende kapitalistische Wirtschaftssystem muss ersetzt werden durch eine internationale öko-soziale Marktwirtschaft…“. Ich sage dazu demokratischer Sozialismus – in der Konsequenz der Ausprägung dieses neuen Wirtschaftssystems liegen die Notwendigkeiten aber wohl nah beieinander.

Früher gab es einmal ein gutes Sprichwort:“ Spare in der Zeit, dann hast du in der Not“ – dies sollte der Leitsatz jedes Finanzpolitikers sein! Man spart nicht, wenn es einem Land eh schon dreckig geht (siehe Griechenland, aber auch ganz klar die deutschen Kommunen). In der Krise muss investiert werden. In der Krise muss gutes Geld für Arbeit gezahlt werden, damit eine konjunkturelle Erholung nachhaltig gelingen kann. Dies alles wird zur Zeit von den herrschenden Parteien nicht berücksichtigt! Im Gegenteil, Griechenland wird tot gespart und wird irgendwann nur noch in eine Insolvenz gehen können und noch mehrere andere Staaten hinterherreißen. Die FDP mit Herrn Rößler hat (wenn auch aus anderen Beweggründen) recht, wenn sie sagt, eine Insolvenz Griechenlands wäre die beste Lösung – sie würde manchen Fehler im jetzigen System aufzeigen und wahrscheinlich den Umdenkprozess beschleunigen. In Griechenland, wo die Masse der Bevölkerung akut getroffen wird, gehen 100000ende auf die Straße, in Deutschland erst wenige – in den USA formiert sich gerade der Widerstand. Das lässt hoffen. Wenn erst einmal die Welle aus den USA auch nach Europa geschwappt ist, wird auch hier einiges zur Disposition stehen. Heiner Geissler auf die Frage, ob hier eine neue Bewegung entsteht: „…Ja. Immer mehr junge Leute fangen im besten Sinne der Aufklärung an, selbstständig zu denken. Sie wollen sich nicht mehr von den Finanzmärkten am Nasenring durch die Manege ziehen lassen. In Europa wird es ähnliche Proteste geben, da bin ich sicher….“ und weiter „…In Deutschland wird es nicht so schnell gehen, dass die Proteste Ausmaße wie in den USA annehmen. Dafür sind die Verhältnisse hier noch zu gut, anders als in den USA oder auch Spanien zum Beispiel. In Deutschland funktioniert der Sozialstaat ja noch in Teilen. Aber wenn die jungen Leute keine Perspektiven bekommen, kann das auch hier negative Folgen haben…“

„Der Sozialstaat funktioniert noch in Teilen“ – in rudimentären Teilen. Lieber Leser, ich bin 45 Jahre alt, aber ich kann mich noch erinnern an:

- Zeiten, in denen es statt Hartz IV noch ansatzweise angemessene Unterstützung gab z.B. bei Arbeitslosigkeit längere und gerechtere Zahlung des Arbeitslosengeldes, vernünftige Wohngeldzuschüsse, Sozialhilfe usw. gab

- Zeiten ohne Zuzahlungen bei Medikamenten

- Zeiten ohne Praxisgebühren oder Krankenkassenzusatzbeiträgen

- Zeiten ohne Studiengebühren

- Zeiten, in denen es noch keine Tafeln brauchte um Menschen am Leben zu erhalten

- und und und

Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge bezeichnet den Umbau bzw. Abbau des Sozialstaats in Deutschland als die umfassendste Restrukturierung des Sozialstaates seit 1945. Sie sei eine Reorganisation nach neoliberalem Konzept, das Leistungsreduktionen, eine Verschärfung der Anspruchsvoraussetzungen bzw. eine Verkürzung der Bezugszeiten und die Reindividualisierung sozialer Risiken beinhalte. (Christoph Butterwegge: (Kinder-)Armut und Sozialstaatsentwicklung)

Der Sozialstaat ist heute schon tot, die soziale Marktwirtschaft ist gescheitert. Zusätzlich kamen nämlich zum Abbau der Sozialleistungen noch weitere neoliberale Schweinereien hinzu: die Privatisierung des Staatseigentums und somit Volkseigentums!

Liebe Leserin, lieber Leser, „Wie viel hat man uns Bürgern eigentlich vom Verkaufserlös des Volkseigenen Betriebes Telekom (Deutsche Post Telekom) (ich wähle das Wort "VEB" jetzt absichtlich um die Logik aufzuzeigen) gezahlt? Wie wurden Sie am Verkauf der volkseigenen Stromnetze an RWE und E.ON und Kumpanen beteiligt? Haben Sie Geld für Ihren vom Staat verkauften Bahnsitz/Bussitz, auf dem Sie eventuell gerade sitzen bekommen?“ (Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen)

Wohl kaum! Aber wer hat das Geld?

Die Banken! Alle diese Gelder sind für Zins- oder Ratenzahlungen der Staatschulden draufgegangen. Der Staat hat über lange Jahre sein Tafelsilber verschleudert um Stabilitätskriterien zu erfüllen; um Schulden zu tilgen bzw. die ein oder andere Milliarde erst im nächsten Jahr aufnehmen zu müssen. Am Ende ist das Geld bei den Banken und deren privaten Investoren versickert… und jetzt kommen wir so langsam zur Ursache des Übels.

Die Banken waren damit aber noch nicht zufrieden. Das so gewonnen Geld wurde wieder investiert. Nicht (oder nur zu sehr geringen Teilen) in Darlehen für Industriebetriebe, damit diese neue Arbeitsplätze zu schaffen – da war ihnen oft das Risiko zu hoch. Nein, sie haben lieber gezockt. Das schien lukrativer mit Verzinsungen, wo jeder Kaufmann bereits im ersten Lehrjahr lernt, dass dies nur unseriös sein kann.

Heiner Flassbeck, Chefökonom der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung (UNCTAD) in Genf dazu: „Ja, das ist überhaupt keine Frage, natürlich ist das alles Spekulation, man darf jetzt nicht glauben, dass ein Zins, der jeden Tag in den Zeitungen steht, von Griechenland für zuletzt zwanzig Prozent für zehnjährige Anleihen, dass das irgendetwas Objektives hat, das ist reine Spekulation, das ist ein rein spekulativ, total überzogener Preis, der nichts mit der Realität gemeinsam hat, genau wie übrigens der Ölpreis, viele Rohstoffpreise und viele andere Preise auch; auch Währungen werden ja heute  auf hochspekulativen Märkten gehandelt, und wir haben deswegen nichts mit Wahrheit oder so etwas zu tun, oder auch mit Angebot und Nachfrage nur zu tun; nein, das sind alles hochspekulative Preise, die völlig falsch sind, die auch über Jahre vollkommen falsch sind, wo der Markt keineswegs ein richtiges Ergebnis erzielt; insofern muss man das relativieren […], da viele in den letzten zwei Jahren ganz massiv Geld mitverdient [haben], je mehr Panik erzeugt wird, umso mehr kann man mit einer sogenannten Kreditausfallversicherung für griechische Staatsanleihen, umso mehr kann man damit verdienen, weil dann die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass man einen Dummen sozusagen findet, der das Ding kauft. Nur hier ist die Politik natürlich in erheblichem Maße mit Schuld, weil die Politik musste dafür sorgen, dass diese Spekulation beendet wird und nicht immer weiter macht; mit Gerüchten, mit neuen Gerüchten, mit Gerüchten über Staatsbankrott und Ähnlichem. Wenn man das so treibt in Europa, muss man sich nicht wundern, dass das ausgenutzt wird.“ (http://www.kontext-tv.de/node/104)

Das gesellschaftliche Problem ist also vielfältig. Die Banken werden nicht freiwillig mit dem Zocken aufhören, keine Regierung freiwillig aus dem Amt scheiden und nur wenige Superreiche Ihr Kapital der Bevölkerung zurückgeben. „Viva La Revolución“?

Wie sehr auch die westlichen Staaten mit dem Finger auf arabische Staaten zeigen, die nicht freiwillig aus dem Amt scheiden (Syrien, Libyen usw.) – glauben Sie dass Frau Merkel freiwillig aus dem Amt scheidet, wenn 2 Millionen Menschen auf die Straße gehen und einen Wechsel der Gesellschaftsform fordern würden? Ich habe da so meine Zweifel! Allein schon die Polizeieinsätze bei Demonstrationen gegen Castortransporte, G8 Gipfel usw. lassen das Schlimmste befürchten.

Bei aller Bewunderung für die Menschen, die heute auf die Straße gehen, um für eine gerechte Weltordnung zu demonstrieren, auch bei uns wird es so aussehen:

„NEW YORK – Tausende Demonstranten haben in New York gegen die Macht der Banken und die wachsende Ungleichheit in den USA protestiert. Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot zog der Marsch am Mittwoch durch den Finanzdistrikt in Manhattan. Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie „Rettet unsere Republik“ und „Gleichheit, Demokratie, Revolution“.

Die zumeist jungen Protestteilnehmer skandierten „Wir sind 99 Prozent!“ und spielten damit auf das reichste Prozent der US-Bevölkerung an, von dem sie sich hintergangen fühlen. Nach Angaben aus Gewerkschaftskreisen beteiligten sich bis zu 12.000 Menschen an der Demonstration, die Polizei sprach von 5000 Teilnehmern.[…] Am vergangenen Wochenende waren bei einem ähnlichen Protestmarsch auf der New Yorker Brooklyn Bridge mehr als 700 Menschen vorübergehend festgenommen worden.“ (KSTA 6.10.2011)

Die Hoffnung bleibt!

Haushaltsrede April 2011 – Gemeinde Much

Vorlesen mit webReader

Gemeidevertreter Gerd Binder, Die Linke. Much

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Ratskolleginnen und – kollegen,

 

auf dringende Appelle der alten Füchse hier im Gemeinderat will ich meine Ausführungen auf die gewünschte DIN A4 Seite beschränken. Das fiel etwas schwer, aber durch kleine Korrekturen an der Schriftgröße ist es doch gelungen. Zudem war ja die eine Seite nicht zwingend nur eine Vorderseite.

 

Begriffe wie Konnexitätsprinzip (Vorsicht Fremdwort), Subsidiarität (Vorsicht Fremdwort), NKF (Vorsicht Abkürzung), Defizit und Doppik (Vorsicht Fremdwort) und so weiter lassen sich bei einem Erklärungsversuch eines Gemeindehaushalts kaum vermeiden. Umso schwerer gelingt nun der Versuch mit einfachen Worten – ganz im Sinne einer barrierefreien leichten Sprache – diesen Gemeindehaushalt darzustellen und zu bewerten. Einen Versuch ist es dennoch wert:

 

Zunächst einmal ist jeder Gemeindehaushalt ein Ausgleichsversuch zwischen Einnahmen und Ausgaben. Da sind auf der Verwaltungsseite laufende und immer wiederkehrende Einnahmen wie Steuern, Gebühren und zugewiesene Gelder des Landes und des Bundes sowie laufende Ausgaben wie Kosten für Personal, Gebäude, Fuhrpark und andere Sachen, Sozialleistungen und Zinsen für Kredite. Auf der Vermögensseite sind die eher einzeln vorkommenden Einnahmen wie Zweck gebundenen Zuweisungen, Entnahmen von Rücklagen und Kreditaufnahmen den Ausgaben wie Investitionen, Kreditablösungen und dem Aufbau von Rücklagen entgegen zu halten. Alle diese Bestandteile schachteln sich wieder in fast beliebige Tiefe auf  einzelne Konten und Unterkonten. Das macht es dann besonders schwer, einen Telefonbuch dicken Haushaltsplan zu überschauen. Woran macht sich nun ein guter ausgeglichener Haushalt fest? Ganz einfach gesagt: die Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht übersteigen, aber bereits in den letzten Jahren war das bereits der Fall. Immer mehr ständige Aufgaben werden den Gemeinden durch Vorschriften aufgetragen ohne deren Kosten durch Land und Bund mitzutragen und gleichzeitig sinken die ständigen Einnahmen, weil auf der anderen Seite den wichtigsten Steuerzahlern wie großen Betrieben und Konzernen und sehr reichen Bürgern Steuergeschenke gemacht wurden. Da der wichtigste Haushaltsgrundsatz die Ausgeglichenheit ist, mussten also aus dem Vermögensanteil Gelder entnommen werden. Dabei ist nun auch Much am Ende der Fahnenstange angekommen und wird vielleicht dieses Jahr gerade noch so am Haushaltsicherungskonzept vorbeischliddern.

 

Gibt es nun einen oder mehrere Verantwortliche für diese dramatische Situation oder ist sie wie ein Erdbeben als Schicksalsschlag einfach hinzunehmen? Ganz sicher sind nicht diejenigen als Schuldige zu benennen, die durch wachsende Bedürftigkeit höhere Kosten verursachen, denn steigende Armut bei Kindern, Familien und im Alter muss man auf die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen Arm und Reich zurück führen und kann auf Ebene einer Gemeinde nicht geheilt werden. Ich mache das Haushaltsproblem klar und deutlich an einer verfehlten Landes- und Bundespolitik fest, die Entscheidungen nur noch nach Vorgaben der Lobbyisten in Düsseldorf und Berlin ausrichtet und normale Bürger und die Mittelschicht das Nachsehen gibt.

 

Was bedeutet all dies nun für Much? Wir sind eingebunden in die oben skizzierte Gesamtlage und wollen dennoch nicht nur unseren gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben nachkommen, sondern zum Wohl der Mucher Bürger auch zahlreiche Pläne verwirklichen. Die Umlagen an den Kreis, der seinerseits auch wieder Gelder zum Beispiel an den Landschaftsverband abführt sind ja auch kein verlorenes Geld; dem stehen ja nicht weg zu denkende Leistungen im sozialen und kulturellen Bereich gegenüber. Wenn es aber gelingt hier die Kosten nicht über die Maßen ansteigen zu lassen, ist uns schon viel geholfen. Da besteht ja nun eine gewisse Hoffnung, dass das noch gelingt. Wenn dies nun dazu führt, vielleicht zusammen mit einem vorausgesagten kleinen Anstieg der Einnahmen bei Steuern durch eine verbesserte allgemeine Wirtschaftslage, dass bestehende Unterstützungen von Vereinen und Bürgerinitiativen erhalten bleiben können und dass auch nicht Gebührenerhöhungen im Bildungs- und Kulturbereich gerade die Schwächsten in unserer Gemeinde belasten, dann stimme ich diesem Haushaltsplan zu. Mehr denn je gilt es aber jede Ausgabe daraufhin zu untersuchen und zu bewerten, ob sie denn gerade diesen Bürgern zu Gute kommt und nicht den satten und gut Aufgestellten unter uns und schon gar nicht gierigen Banken und nimmersatten Konzernen.

 

Zum Schluss sei es mir erlaubt, als kleinen Rückblick auf mein erstes Jahr in ihrer Mitte ein herzliches Dankeschön zu sagen. Das gilt den Damen und Herren in der Gemeindeverwaltung ebenso wie den Ausschuss- und Ratskolleginnen und –kollegen. Meine Mitstreiter aus dem Mucher Ortsverein und ich können sagen, dass wir uns in unserer Arbeit akzeptiert und nicht durch Vorurteile ausgegrenzt fühlen. Das ist nun weiß Gott nicht selbstverständlich, wie ich aus anderen Städten und Gemeinden weiß…. aber einen wichtigen Punkt muss ich dann doch noch zur Sprache bringen:

 

Das ist das leidige und über die Maßen undemokratische Thema Rautenberg-Verlag und Mitteilungsblatt. Wie viele von Ihnen wissen, verweigert uns der Rautenberg-Verlag ein Veröffentlichungsrecht im Mitteilungsblatt mit der hanebüchenen Begründung nicht mit über 5% im Wahlergebnis in den Gemeinderat eingezogen zu sein – diese „5%-Hürde“ hat man sich sinnigerweise erst nach den Wahlen ausgedacht. Wir klagen nun im Namen des OV Ruppichteroth und mit Unterstützung der Kommunalaufsicht und gewisser Prominenz wie unter anderem von Herrn Gregor Gysi dagegen. Das ist für uns als junge und kleine Partei schwer zu stemmen, aber geht einfach nicht hinzunehmen. Auch die Rolle der Gemeindeverwaltungen Ruppichteroth und im Nachgang auch der von Much wird hierbei angegriffen, denn es ist unsere feste Rechtsüberzeugung, dass die Gemeinden bei der Auftragsvergabe an den Rautenberg-Verlag in der Vertragsgestaltung grundgesetzliche Rechte zu beachten und gegenüber dem Verlag durchzusetzen haben.

 

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.

Auf der Suche nach Strompartnern

Vorlesen mit webReader

Quelle: KSTA.de, Gabriele Krüper

 

In Ruppichteroth läuft die Stromkonzession aus, damit könnte die Verwaltung selbst Anbieter werden: Ende des Jahres könnte die Gemeinde das Stromnetz von RWE kaufen, dann wäre Ruppichteroth auch für die Erhaltung veranwortlich. Es gibt bereits Vorbilder.

 

Hier lesen Sie weitere Infos.

Bereits im Februar informierte Die Linke. Ruppichteroth auf einer Informationsveranstaltung im Rathaus. Weitere Infos hier.

Haushalt 2011: Much kurz vor dem Absturz

Vorlesen mit webReader

Quelle: Ksta.de, Gabriele Krüper

…Als er den Haushalt für das Jahr 2011 einbrachte, machte Kämmerer Günter Schlimbach aus seinem Ärger und seiner Resignation keinen Hehl: Egal wie die Gemeinde sich abstrampelt, es geht bergab…

…Die freiwilligen Ausgaben betragen gerade mal 1,29 Prozent des Gesamthaushalts. Konkret sind es 280.000 Euro, die bei einem Defizit von 3,13 Millionen quasi ohne Bedeutung sind, wenn man diese auch noch sparen würde. Vor allem mit Blick der in der mittelfristigen Finanzplanung über die Jahre aufgehäuften Defizite: Bis 2015 werden es laut Schlimbach 14,8 Millionen Euro sein – inklusive bleibend hoher Jugendamtsumlage. Die allgemeine Kreisumlage beträgt 2011 bereits 8,6 Millionen Euro, das sind 38 Prozent aller Aufwendungen…

Mehr zur prekären Finanzlage lesen Sie hier.

Bauhof: Unternehmen startet mit Verlusten

Vorlesen mit webReader

Quelle:ksta.de, Gabriele Krüper

Bei einer Sitzung in Much wurde der erste Wirtschaftsplan für das gemeinsame Unternehmen Much-Neunkirchen-Seelscheid vorgelegt. Im ersten Jahr ist ein Verlust von 500 000 Euro eingeplant.

Weitere Infos erhalten Sie bei ksta.de

Aktion vor dem Landtag

Vorlesen mit webReader

Die Partei DIE LINKE in Nordrhein-Westfalen lädt alle MitstreiterInnen und Interessierten zu einer kreativen Aktion, zu warmen Getränken und guten Gesprächen ein. Anlass ist der Beschluss über den Nachtragshaushalt im Landtag, der auf der Tagesordnung für 15.30 Uhr am 16. Dezember 2010 vorgesehen ist. Wir wollen ein deutliches Warnsignal abgeben für die Haushaltsberatungen im kommenden Jahr. Dort erwarten wir Verbesserungen für die Menschen in NRW: Weniger Geld für Banken, mehr Geld für Bildung, für die Kommunen und für soziale Sicherheit. Wir fordern Demokratie, Gerechtigkeit und soziale Sicherheit für alle Menschen in NRW!

Mucher Gemeindevertreter im Düsseldorfer Landtag zu Gast

Vorlesen mit webReader

Gerd Binder von Die Linke. Much nahm an der Kommunalpolitischen Konferenz der Landtagsfraktion Die Linke im Plenarsaal des Landtags teil.

Hier hatte er Gelegenheit, mit der kommunalpolitischen Sprecherin der Partei Özlem Alev Demirel über die prekäre Lage vieler Kommunen in NRW zu diskutieren.

In drei Workshops und mehreren Kurzvorträgen wurde aufgezeigt, dass nicht die Finanzkrise die Hauptursache für die marode Kassenlage ist, sondern gleichermaßen die Politik der Steuergeschenke an Unternehmen, Banken, Spekulanten, Hoteliers und Superreiche, sowie ein Abwälzen der Aufgaben auf die Kommunen ohne entsprechende Finanzmittel bereit zu stellen und nicht zuletzt eine unselige Privatisierung von öffentlichem Eigentum und Beteiligungs-Veräußerungen.

Über all dem aber schwebt eine sozial höchst ungerechte Steuerpolitik auf Bundesebene. Notwendig sind endlich höhere Steuern für Großunternehmen, Vermögende und Besserverdienende bei Entlastung niedriger und mittlerer Einkommen, sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, wirksamere Bekämpfung von Steuermissbrauch, Steuerhinterziehung und Steuerflucht, eine effektive Banken-Abgabe nach US-Vorbild und auf Landesebene eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer und Weitergabe an die Kommunen. Insgesamt also muss auch im kommunalen Bereich die Umverteilung von unten nach oben gestoppt werden.

Bürgersprechstunde in Hennef mit MdB Paul Schäfer

Vorlesen mit webReader

Liebe politische Freundinnen und Freunde,

die Fraktion und der Vorstand des OV Hennef DIE LINKE würden sich sehr freuen, Euch am 18. November 2010, um 18 Uhr, im Cafe SoWieSo begrüßen zu dürfen. Es gibt sicherlich viele interessante Neuigkeiten und nette Gespräche.
Von Paul Schäfer erhalten wir darüber hinaus bundespolitische Informationen.
Bitte bringt doch auch weitere interessierte FreundInnen, KollegInnen oder NachbarInnen mit.
Im Übrigen sind die ersten beiden Getränke kostenfrei.

Gerd Weisel
DIE LINKE.Hennef
Sprecher des Ortsverbandes DIE LINKE.Hennef
www.dielinke-rhein-sieg.de/ortsverbaende/hennef

Gemeinsamer Stammtisch OV Ruppichteroth und OV Much

Vorlesen mit webReader

Hiermit laden wir – die OV Much und Ruppichteroth zu einem gemeinsamen Stammtisch ein.

Er wird stattfinden am

Donnerstag, den 02.12.2010 um 19.00 Uhr
im
Fit Aktiv Hotel Much
http://www.hotel-fit.de/

Als gemeinsame Tagesordnungspunkte schlagen wir vor:
- Schulsituation im östlichen Rhein-Sieg Kreis
- Vorbereitung auf die Kreismitgliederversammlung am 04.12.2010
- Rechte Tendenzen, aktuelle Situation
- Vorstellung der Sprecherkandidaten für die KV-Wahl

Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Stadtrat Sankt Augustin beschließt Gesamtschule zum nächsten Schuljahr

Vorlesen mit webReader
DIE LINKE.Rhein-Sieg begrüßt den fast einstimmigen Beschluss des Stadtrates in Sankt Augustin die erste Gesamtschule zu errichten.
“Endlich können hunderte von Kindern ihre Wunschschule besuchen und müssen nicht mehr in Nachbarstädte abwandern oder in einer Regelschule unterkommen, ” so Monika Dahl, vom Kreisvorstand der LINKEN.Rhein-Sieg , ” Wir hoffen, dass möglichst viele Eltern nun ihre Kinder anmelden.” Dass darunter auch Kinder aus Siegburg sein werden, gilt als sicher, denn im Januar waren es 40 Kinder aus Siegburg.
“Nach Siegburg gehört eine Kreisgesamtschule, denn Bedarfsermittlungen haben ergeben, dass es genügend Kinder aus Siegburg und Lohmar gibt, die lieber eine Gesamtschule besuchen möchten,” so Michael Otter, Kreissprecher der LINKEN.
DieLinke.Much hält nach wie vor eine gemeinsame Gesamtschullösung für Much/Ruppichteroth/Windeck für den besten Weg das Abitur in unsere Gemeinde(n) zu holen. Leider wird dies im Mucher Gemeinderat mehrheitlich (noch) nicht so gesehen. Hier zeichnet sich z. Zt. maximal eine Einigung auf die (halbschwangere) Gemeinschaftsschullösung der rot/grünen Landesregierung ab, da ein Gymnasium in Much, allein von den Schülerzahlen her, nicht zu etablieren ist. Zur Zt. ist es für Mucher Bürger in der Regel nicht möglich, ihr Kind auf eine Gesamtschule zu schicken, da die Gesamtschulen Hennef, wie auch Waldbröl total überlaufen sind. Ein weiteres Problem ist der inakzeptable Schülerbusverkehr zu diesen Schulen. Wir von der Linke.Much sehen hier dringenden Handlungsbedarf!

Themen

Artikel-Archiv

Link-Wolke