Fundstück

Eine Weihnachtsgeschichte aus Much – nicht nur für Kinder

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Es war kurz vor sechs Uhr abends am Donnerstag vor dem 3. Advent. Ich war noch
zwei km von zu Hause entfernt mit meinem Auto unterwegs von einem langen Tag
erst auf der Arbeit, anschließend auf einer Sitzung des Landschaftsverbands
Rheinland in Köln-Deutz. Es war schon fast dunkel.  Die Straße zwischen zwei
kleinen Ortschaften war leicht abschüssig, dass Auto fuhr quasi von alleine – ohne
Gas zu geben etwa 70 km/h. Huch – was ist das? Am Straßenrand lag ein Bündel,
undefinierbar, braun, etwa so groß wie unsere Hündin Kaya. Schon war ich vorbei
und hinter einer Kurve – Rückspiegel nichts mehr zu sehen, nur ein weiteres Auto,
dessen Fahrer oder Fahrerin sichtlich genervt war, dass ich dort nicht schneller fuhr.
Nach 500 m musste ich links in Richtung meines Heimatortes abbiegen und ich
dachte so bei mir: „Das kann ein Hund gewesen sein.“. Also wendete ich und fuhr
zurück. 
 
Es war kein Hund. Es war ein kleines Reh, das im Straßengraben mehr lag als saß,
ein Lauf steckte in einem Gully. Immerhin war sein  Kopf hoch erhoben und zwei
große braune Augen schauten mich an. Oooh, dachte ich bei mir, bitte nicht ein
angefahrenes Reh! Vor Jahren hatten meine Frau und  ich mal erleben müssen, wie
ein Autofahrer ein solches schwerstverletzt hatte und weiter gefahren war, so dass
wir dann die Polizei rufen müssten und miterlebten, wie ein Polizist (obwohl er
eigentlich auf den Jäger warten musste) es endlich erlösen musste.

 
Ich sprach das Reh an und untersuchte es auf offensichtlichen Verletzungen. Es ließ
dies geschehen, entweder wegen der Schwere der Verletzungen oder weil es tief
geschockt war. Es blutete ganz leicht an seinen beiden klitzekleinen Hörnchen auf
dem Kopf und an den Zähnen; es war also ein kleiner Rehbock. Ich rief meine Frau
an. Was machen jetzt? Sie meinte, ich müsse die Polizei anrufen und das habe ich
auch gemacht. Der Mann auf der Wache war nett, nicht böse zumindest, dass ich
110 angerufen hatte, weil die Nummer der Wache in Eitorf wusste ich nicht. Er wollte
wissen, wo wir sind und wie schwer das Tier verletzt sei. Ich antwortete, dass
äußerlich nicht viel zu sehen sei, es aber halt am  Straßenrand liegt und nicht
aufstehen kann. In diesem Moment hielt ein Auto an, setzte zurück und ein Mann
stieg aus und kam auf uns zu. „Was ist passiert?“.  Na ja, das kleine Reh ist verletzt
und ich spreche gerade mit der Polizei, so in etwa  entgegnete ich ihm. „Ich bin
Jäger.“. Ich war etwas erleichtert. Ein Experte. Ein Tierfreund. „Dann sprechen Sie
hier weiter mit der Polizei.“. Ich gab ihm mein Handy und schaute noch mal nach
dem kleinen Rehbock. „…nee, das muss der Jagdpächter hier in Much erlegen… der
Mann hat ein Reh angefahren…“. „Ich hab gar nichts angefahren, das habe ich hier
so gefunden!“ rief ich schnell dazwischen – der Affe. „… ich komme aus der
Nachbargemeinde… nein, ich habe meine Waffe auch nicht dabei… na gut, ich kann
sie holen…“. Diese Worte vernahm ich auf der einen Seite des Gesprächs – auf der
anderen hatte wohl der Wachhabende versucht, den Jäger zum Gnadenschuss zu
überreden.

 
„Bleiben Sie noch hier?“ fragte mich der Mann. „Ich hole gerade meine Waffe.“. Nicht
einmal hatte er sich den kleinen Rehbock angesehen. Näher als 3 m ist er gar nicht
ran gegangen. „Ja, ja – ich bleibe noch.“ Ich wollte, dass er wegging. Er fuhr dann

los. Aber er wollte ja wieder kommen. Die Nachbargemeinde ist hier nur drei oder
vier Kilometer entfernt. Eine Frau hielt an. „Oooh, das Kleine!“ rief sie aus. Sie war
mir direkt tausendmal sympathischer als der Ochse, der sein Schießgewehr holte. „In
Much gibt es zwei Tierärzte.“ meinte sie und in mir stieg der Stress. Was tun? Ich
ging zu dem kleinen Rehbock, der uns immer noch ansah mit seinem fragenden
Blick. Ich hob ihn einfach mal hoch, nachdem ich seinen Lauf aus dem Gully befreit
hatte. Und – siehe da – er blieb stehen. Stocksteif ohne Regung. „Lauf!“. Ich gab ihm
einen kleinen Schubs, aber er stand wie eine Bronzefigur. So, die Entscheidung war
gefallen. Weg hier! Ich nahm ihn auf meinen Arm, er zappelte kurz, aber ich drückte
ihn fester an mich und dann blieb er wieder ruhig.  Ich stellte ihn in den Kofferraum
und drückte ihn sanft nach unten und dann lag er da, das Häufchen Elend. 
 
Die Frau verabschiedete sich, nachdem sie mir noch beschrieben hatte, wo in Much
die Tierarztpraxen sind und ich fuhr los. Soll der  Affe mit seinem Gewehr doch
wiederkommen – wir sind weg. Eine Ortschaft weiter wohnen Freunde von uns, die
haben gefühlte zehn Katzen, einen Hund und zwei Schafe, Da habe ich erst mal
angehalten und wollte Rat einholen. Keiner da… aber die müssten gleich kommen,
sagte der Sohn des Hauses. Gut. Es dauerte auch nicht lange, da kam Martin und
wir konnten beratschlagen, was man machen kann. Wir riefen die eine Praxis an und
obwohl es schon halb sieben fast war, war da eine Arzthelferin am Telefon. „Och, bei
Wildtieren machen wir gar nichts; das machen die Jäger.“. Na super. Die Jäger
machen gar nichts, außer es abzuknallen und sich einen Superbraten für
Weihnachten zu besorgen. Ich legte auf. Noch einmal schaute ich Rudi an. Er hatte
seit diesem Moment einen Namen. Er sah etwas zufrieden aus, redete ich mir ein.
Nun ja, nicht gerade fit, aber auch nicht völlig am Ende. In den Schafstall bei meine
Freunden konnte er nicht; der Bock hätte das nicht geduldet. Es gab keinen andere
Weg mehr: ich musste Rudi mit nach Hause nehmen. Ein Becher Schaffutter, ein
Beutel Heu und so ausgerüstet fuhr ich die zwei Kilometer nach Hause. Im schuppe
hatte ich dann das Heu verteilt und Rudi vorsichtig darein gelegt.
 
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Dann musste ich erstmal meiner Frau beichten, dass wir nicht mehr nur zu dritt sind
Die fangfrischen Fischstäbchen, die unser Abendessen sein sollten, waren
mittlerweile gut durch, eher schon wieder ‚al dente’ – egal, mir war nicht nach Essen
sowieso. 

Ich wusste nicht, wie das weiter gehen sollte, aber wir waren uns dann schnell einig,
dass wir die Nacht erst mal abwarten müssen. Rudi bekam noch eine Hundeschüssel
mit Wasser und eine Decke in sein provisorisches Zwischenlager und als ich um 22 h
noch mal reinschaute lag er ganz entspannt im Heu, Köpfchen hoch und blickte mich
an. Gut, dachte ich bei mir. Du hast diese Nacht, mach was draus. Morgen sehen wir
weiter. 

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Am nächsten Morgen war ich vor fünf am Schuppen, leise die Tür aufgemacht, ein
paar ruhige Worte gesprochen und – siehe da – da stand Rudi vor mir. Fest auf allen
Vieren und schaute mich an. Dummerweise war ich so  freudig überrascht, dass ich
sagte „Du stehst ja wieder!“ und wie von der Tarantel gestochen sprang er rückwärts
gegen die Schuppenwand, wo zum Glück große Pappkartons standen. Schnell
machte ich die Tür zu und fuhr zur Arbeit. 

 
imageIch hatte abends noch im Internet gestöbert, nach
Wildauffangstationen gesucht und so weiter.
Am Freitag nach der Arbeit schaute ich wieder bei
Rudi und mir schien es so, als ob er reichlich Heu
gefressen hatte. Die Wasserschüssel war umgeworfen.
Alles wurde wieder hergerichtet und Heu habe ich
Nachschub geholt. Am Samstag dann bin ich zu einem
Hof hier in Much gefahren vom ETN, dem europäischen Tier-
und Naturschutz. Dort wollte ich weiteren Rat einholen
und eine super nette Frau hat mich dann informiert,
dass es wenige Möglichkeiten  hier gibt und wenn er
anscheinend nicht schwerer verletzt ist, sollte ich ihn
einfach nach ein paar Tagen wieder frei lassen. 
 
Die „Free Rudi“-Aktion wurde dann für Sonntagmittag
geplant und zu dritt wollten wir Rudi einpacken und in
seinen Wald bringen. Was sich so simpel anhört, erwies
sich als eine äußerst schwere Aktion. Rudi war wohl
schon so fit, dass er selber entscheiden wollte, wo er
hingeht oder besser gesagt hin springt. Denn weil ich zu zögerlich mit der Decke auf ihn
zuging, erinnerte er sich wohl an seine afrikanische Verwandtschaft und machte die Antilope!
Mei o mei – der flog  durch den Schuppen, über all die Gerätschaften und Trennwände und
auf das Kleinholz und zurück. Bis dann endlich Martin sich auf ihn legte und ihn fest halten
konnte. Er bekam dann eine Decke über den Kopf und ließ sich ins Auto tragen. 

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Wir fuhren möglichst nah an den Wald heran, in dem er und seine Familie zu hause
sind und als ich die Decke wegnahm und mich von ihm verabschiedet hatte, sprang
er ins Freie, schlug einen Haken und verschwand in einer Tannenschonung. Meine
Frau wollte seinen Abgang noch fotografieren, erwischte aber nur noch sein
Hinterteil.

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Ich war total erleichtert und so froh, dass Rudi dieses Abenteuer erst einmal
überstanden hatte und denke nun bei jedem Vorbeifahren, dass er da irgendwo sein
erst kurzes Leben fortführen kann. 

Einladung zum “FORUM Much”

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Das “FORUM Much” trifft sich am 7. 12. 2011 um 19:00 Uhr in der Gaststätte “Zum Wahnbachtal” (Baulig).

Als Teil des Marketing- und Entwicklungskonzeptes für Much soll am kommenden Mittwoch die Tourismus- und Wirtschaftsentwicklung diskutiert und weiter geplant werden.
Die Versammlung ist zwar für alle Interessierten öffentlich, aber (wegen 3 Stufen am Eingang) nicht für alle zugänglich!
Wir bitten dennoch um rege Teilnahme aller interessierten Bürgerinnen und Bürger und um eine aktive Mitgestaltung der Zukunft von Much.

Der Behindertenbeauftragte von Much, der übrigens auch ein zertifizierter Berater für barrierefreien Tourismus ist, kann wegen der baulichen Barrieren leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen! Peinlich!

Konservative haben geringeren IQ

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Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/a-680956.html

 

In der National Longitudinal Study of Adolescent Health, deren Daten die Londoner Forscher nutzten, wurde auch nach der politischen Überzeugung der Jugendlichen gefragt. Jene, die sich als "very liberal" einstuften, was im Deutschen einer linken und linksliberalen Haltung entspricht, erreichten einen IQ von 106. Wer sich als "sehr konservativ" charakterisierte, hatte hingegen nur einen IQ von 95, schreiben die Forscher im Fachblatt "Social Psychology Quarterly".

 

Wir haben es ja schon immer geahnt Zwinkerndes Smiley….

Den ganzen Artikel bei Spiegel-Online finden Sie hier.

Sommerpause der Anstalt beendet – ein Kulturjuwel glitzert wieder

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Die Sommerpause von “Neues aus der Anstalt” im ZDF ist endlich vorbei, Pelzig und Priol laufen frisch erholt wieder zur Höchstform auf!

Aufs Treffenste formuliert, wird dem Zuschauer der Wahnsinn der aktuellen Bundespolitik serviert.
Wer sich die Sendung angesehen hat und hinterher nicht unbedingt in unserem Staat etwas ändern will – dem kann nicht geholfen werden.

Aber wer etwas tun muss, weil er den Irrsinn nicht länger ertragen kann, der kann vielleicht mal bei uns vorbeischauen. Wir sind genauso empört und wir haben viele gute Antworten und Vorschläge, wie man diese Welt verändern kann.

Einfach mal reinschauen – erst in die Anstalt:

Neues aus der Anstalt – ZDF – Sendung vom 27-9-2011

und dann bei UNS!

„Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“

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Quelle: FAZ.net, Frank Schirrmacher

 

Im bürgerlichen Lager werden die Zweifel immer größer, ob man richtig gelegen hat, ein ganzes Leben lang. Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.

Ein Jahrzehnt enthemmter Finanzmarktökonomie entpuppt sich als das erfolgreichste Resozialisierungsprogramm linker Gesellschaftskritik. So abgewirtschaftet sie schien, sie ist nicht nur wieder da, sie wird auch gebraucht. Die Krise der sogenannten bürgerlichen Politik, einer Politik, die das Wort Bürgertum so gekidnappt hat wie einst der Kommunismus den Proletarier, entwickelt sich zur Selbstbewusstseinskrise des politischen Konservatismus.

 

Den ganzen lesenswerten Artikel zum Thema “Der Kapitalismus hat fertig” finden Sie hier

 

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Macht und Übermacht

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Quelle: Sueddeutsche.de, Heribert Prantl

 

Das Urteil des Landesverfassungsgerichts Münster ist anmaßend: Die Richter haben sich überhoben, indem sie den NRW-Nachtragshaushalt für nichtig erklärten. Die Richter tun, als seien sie die besseren Politiker und auch noch die besseren Ökonomen. Das Urteil ist daher nicht richtig und nicht falsch – es ist richtig falsch.

Den ganzen Artikel lesen Sie bei der Online Ausgabe der Süddeutschen Zeitung

Alte Seilschaften: Neuer Job für Ingo Wolf

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Quelle: Ksta.de

Der frühere nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf soll Vizepräsident des Bundesrechnungshofs werden. Seit der Landtagswahl 2010 ist der FDP-Politiker nur noch einfacher Abgeordneter in Düsseldorf.

Weiter lesen bei Ksta.de

Interessant auch die Leserkommentare bei KSTA.DE.

Hamburg: Die Linke. vor der CDU!

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Martin Beinersdorf, DieLinke.Much

In einigen Hamburger Wahllokalen hat Die Linke. nicht nur die FDP sondern auch die CDU überflügelt.

So erreicht die Linke z.B. im Wahllokal 10504 (Zeughausmarkt, Hamburg-Mitte) 13,2 % (CDU 8,1%, FDP 4,7%). Noch bessere Ergebnisse auch in Altona, z. B. Wahllokal 20102 (Antonistr.). Hier erreicht die Linke mit 18,7% mehr als doppelt so viele Stimmen wie CDU/FDP zusammen (CDU 4,8%, FDP 3,2%).

Beispiele die in Hamburg keine Einzelfälle sind und die Hoffnung machen für die kommenden Landagswahlen!

Hier die Ergebnisse im Einzelnen.

Glücksspielbranche: Parteispenden clever versteckt

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Quelle: Ksta.de, Thomas Kröter

Der größte Hersteller von Münzspielgeräten hat scheinbar seine Partei-Spenden so gestückelt, dass sein Name nicht im Rechenschaftsbericht der Beschenkten auftaucht. Über eine Million Euro sollen in die Parteikassen geflossen sein. Mit welchem Erfolg?

Nach “Mövenpick” nun “Hans im Glück”?

Martin Morlok, einer der führenden Parteienrechtler, betrachtet das als “besonders raffiniertes System”. Den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts, das Transparenz bei Parteispenden verlangt, werde das nicht gerecht. Morlok, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Parteienforschung, spricht von einem “geschickten Umgehungsmanöver”.

Mehr Informationen zur dubiosen Spendenpraxis an die “etablierten” Parteien lesen Sie hier und hier.

Die Irrwege zum Kommunismus – oder das Ende des Kapitalismus

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(Im  Original von Peter Eßer / Paul Breuer / Charly Hörster – die Linke. Bornheim, ergänzt (gelb) von Martin Beinersdorf, Die Linke. Much)

Wir bedauern dass einzelne Formulierungen unserer Bundesvorsitzenden Gesine Lötzsch in der Presse aus dem Zusammenhang gerissen zitiert wurden und dadurch ein falsches Bild der Partei Die Linke. in der Öffentlichkeit erzeugt wurde.

Aufgrund der anstehenden Landtagswahlen wird (wieder einmal) versucht, den Wählern eine Wahlalternative auszureden.  Die Angst der etablierten Parteien und der geneigten Medien um den  Machtverlust ist nur zu klar greifbar. Keine der etablierten Parteien hat ein Interesse am Einzug der Linken in die Landesparlamente.

Die FDP nicht, wer ist schon gern Schlusslicht?
Die SPD und die Grünen nicht, weil ihr "rot/grüner" Traum gefährdet ist,
die CDU/CSU nicht, da die  "rote Gefahr" ihr wackelndes, neoliberal kapitalisisches Kartenhaus noch zusätzlich torpediert….

Mit Argumenten ist linken Positionen sehr oft schwer beizukommen, deshalb muss der Faktor Angst her!

Liebe Bürger und Bürgerinnen, wollt ihr wirklich wieder wie in der DDR leben? Diese Angst soll geschürt werden!

Angst hält die Bürger bei der Stange. Siehe die plötzlichen Terrorwarnungen nach Stuttgart21 und Gorleben und schon ist wieder Ruhe im Land!

Sehen wir den Fakten ins Auge, der Kommunismus hat noch nirgendwo auf der Welt wirklich funktioniert (ich gestehe das als Linker ein!) – der Kapitalismus ist aber ebenfalls auf dem Sterbebett – siehe Rettungsschirme für Banken, Griechenland, Portugal…. (jeder merkt es – haben Sie schon jemanden von den etablierten Parteien gefunden der das eingesteht?)

Die Zeit ist reif für einen demokratischen Wandel zu einer sozialen humanistischen Gesellschaft der Teilhabe aller Menschen.

Die Rede von Gesine Lötzsch ist Teil der aktuell geführten Programmdiskussion innerhalb der Partei Die Linke.

Am Anfang der Rede finden sich Formulierungen, die bösartig so interpretiert wurden, als strebe die Partei Die Linke. einen "Kommunismus" an, wie er in der ehemaligen DDR überwunden wurde.

Obwohl wir sonst Pressemeldungen dieser Art nicht kommentieren, sehen wir uns gezwungen, unseren Standpunkt deutlich zu machen: Die Linke. steht für ein demokratisch sozialistisches System und wendet sich gegen jedwede Bestrebung, demokratische Rechte oder die Freiheit des Einzelnen einzuschränken. Bewusst stellen wir uns in die Tradition von Rosa Luxemburg („Freiheit ist immer die Freiheit des anders Denkenden!“), die sich einem Kommunismus stalinistischer Prägung immer entgegen stellte.

Dies machte Gesine Lötzsch auch in ihrem Interview mit der Zeitung Welt am Sonntag erneut deutlich.

Die Formulierung "Demokratischer Sozialismus" ist im übrigen auch heute noch Bestandteil des Parteiprogramms der SPD. Diese mag sich vielleicht nicht mehr so gern daran erinnern, dass sie früher einmal ähnliche Ziele vertrat, die heute fast nur noch von der Linkspartei vertreten werden. Kommunismus ist eine Utopie, die bisher in keinem Land der Welt realisiert wurde.

Die Linke. tritt ein für demokratische und verfassungskonforme Veränderungen der Gesellschaft, mit dem Ziel, den Kapitalismus in eine solidarische Gesellschaft zu überführen.

Niemand käme auf die Idee, die christlichen Parteien zu verdächtigen, sie wollten zur Einführung eines Gottesstaates aufrufen weil sie den Namen "C" im Namen führen. Ebenso wenig strebt Die Linke. einen Kommunismus stalinistischer Prägung an. "Wir sind keine kommunistische [stalinistische] Partei und wir werden auch keine sein," stellte der Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi im Spiegel nochmals klar. Ein wichtiger Bestandteil der basisdemokratisch orientierten Linken ist die umfassende Diskussion des zukünftigen Parteiprogramms. Daran beteiligen sich alle Gruppierungen und Strömungen der Partei ausführlich und solidarisch. Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, seine Vorstellungen in die Diskussion einzubringen. Dies geschieht in zahlreichen Orts-, Kreis- und Landesverbänden in vorurteilsfreier Atmosphäre. Dazu sind auch jederzeit Gäste willkommen. In der Zukunft wird ein Parteitag das Parteiprogramm endgültig und verbindlich beschließen.

Die nächste Mitgliederversammlung findet am 14. Januar in Much im Hotel Fit  statt.

Weitere Infos finden Sie auch hier und im Originaltext von Gesine Lötzsch.

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