Sozialraumkonferenz “Kinder und Jugendliche”

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Bezirk 150 + 160: Eveliene Beinersdorf, Niederdreisbach 19, Telefon: 0178/1343499, Themenschwerpunkte: Jugend, Familie, Soziales, ländl. Entwicklung

Bezirk 150 + 160: Eveliene Beinersdorf, Niederdreisbach 19, Telefon: 0178/1343499, Sprecherin DieLinke.Much, Themenschwerpunkte: Jugend, Familie, Soziales, ländl. Entwicklung

Am 17.11.2009 fand in Much im Kultur- und Freizeitzentrum die Sozialraumkonferenz “Kinder und Jugendliche” statt. Ein Bericht von Eveliene Beinersdorf, Sprecherin DieLinke.Much.

Die Linke.Much war vertreten durch Martin Beinersdorf (geschäftsführender Vorstand), Eveliene Beinersdorf (Sprecherin und Ansprechpartner für den Themenbereich Jugend, Familie, Soziales), Martin Eckhard (Sprecher und Ansprechpartner für Bildung, Kultur und Integration) und Kim Opitz (Beisitzer DieLinke.Much und Anspechpartner für den Themenbereich Jugend, Familie, Soziales mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugendliche).

Inhaltliche Themenschwerpunkte waren:

- die Situation der Kinder und Jugendlichen in Much,
- die Weiterentwicklung der Jugendarbeit,
- sowie Zukunftvision 2014 – Wie soll die Jugendarbeit der Zukunft aussehen?

Anwesend waren u.a. MitarbeiterInnen aus den Familienzentren der Gemeinde, der Kindergärten, LeiterInnen verschiedener Schulen im Gemeindegebiet (Grundschulen, Hauptschule), Vertreter des Kreisjugendamtes, MitarbeiterInnen der Jugend(hilfe)zentren (Much und Neunkirchen), der evangelischen Kirche,  den Sportvereinen, der Polizei, der Bürgermeister und Mitglieder anderer politischen Parteien in Much.

Bezirk 010 + 020: Kim Opitz, 02245/610589, Themenschwerpunkte: Jugend, Familie und Soziales

Bezirk 010 + 020: Kim Opitz, Beisitzerin DieLinke.Much 02245/610589, Themenschwerpunkte: Jugend, Familie und Soziales

Die Anwesenden wurden nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Haas durch die beiden Moderatoren Herr Mauermann (stellv. Fachsbereichsleiter des Ordnungsamtes Much) und Herrn Höttger (zuständig für Jugendpflege, Förderung der Jugendarbeit beim Jugendhilfezentrum) in die Thematik der Sitzung eingeführt und anschließend nach dem Zufallsprinzip in vier Arbeitsgruppen eingeteilt.

In 45 Minuten sollten die Arbeitsgruppen zu den o.g. Themen Gedanken machen und Ideen in Metaplantechnik festhalten. In den einzelne Arbeitsgruppen wurde eifrig diskutiert und, wie man anschließend an den Ergebnissen auf den Stelltafeln entnehmen konnte, viele gute Ideen entwickelt.

Auf diesen vier Stelltafeln (eine von jeder Arbeitsgruppe) konnten alle TeilnehmerInnen Themen bewerten die besonders wichtig erschienen. Jeder hatte zu Beginn der Sitzung  drei kleine “Euroscheine” bekommen, die nun jede/r  Teilnehmer/in an das Thema heften konnte, welches ihr/ihm am Wichtigsten erschien.

Aus diesen “Highlights” heraus wurde dann durch die Moderatoren und den Arbeitsgruppenteilnehmern ein “Gesamtpaket” zusammengestellt.

Hintergrund der Veranstaltung war sicherlich auch die Entwicklung hin zu Ganztagsschulen (mit den damit verbundenen Veränderungen z. B. der Terminplanung  der Sportvereine und der Kirchen) sowie das Erscheinungsbild der Jugendlichen der Gemeinde. Viele BürgerInnen nehmen Jugendliche als Bedrohung wahr, anstelle sie als eine Chance für die Zukunft zu sehen. Auch viele Medien tragen ihren Teil zu diesem Bild bei, in dem die negativen Schlagzeilen über Tage gepusht werden – positive Tatsachen aber nur in Ausnahmefällen eine Meldung wert sind.

Bezirk 090 + 100: Martin Eckhardt, Pillenhof 7, Telefon: 02245/8653, Themenschwerpunkte: Bildung und Kultur, Integration

Bezirk 090 + 100: Martin Eckhardt, Sprecher DieLinke.Much, Pillenhof 7, Telefon: 02245/8653, Themenschwerpunkte: Bildung und Kultur, Integration

Viele Probleme sind aber (wie auch in Much) hausgemacht. Mangelnde Perspektiven, sei es beruflicher Art oder auch in der Freizeitgestaltung lassen viele Jugendliche “zur Flasche” oder anderen Drogen greifen. In diese Kerbe hieb auch die vertretene Polizei (sicher nicht immer zu Unrecht). Fakt aber ist, z. Zt. werden nur die Auswüchse versucht zu bekämpfen – die Frage nach dem “Warum” wird viel zu selten gestellt. Eine Bekämpfung der Ursachen findet meist überhaupt nicht statt.  (Um es mit den Linken zu sagen: “Geld für Banken ist da aber kein Geld um Jugendliche von der Straße zu holen und den Jugendlichen wieder eine Perspektive zu geben.) Auch braune oder andere radikale Gruppen haben oft mit ihrem vermeintlichen Gemeinschaftsgefühl leichtes Spiel – meist sollen Jugendliche hier aber nur für die eigenen Ziele stigmatisiert werden, der Mensch als Individuum ist diesen Gruppen egal.

Einig waren sich alle, dass die Gesellschaft sich nicht aus der Verantwortung ziehen kann, allerdings appellierte die “Quoten-Jugendliche” Kim Opitz an die Anwesenden, nicht nur über, sondern vor allem mit den Jugendlichen im Dialog zu bleiben aber auch zu akzeptieren wenn Jugendliche auch mal “nur abhängen wollten”. Viele Jugendliche fühlen sich von der Polizei auch zu sehr kontrolliert und als potentielle Verbrecher dargestellt. Dabei gehört ein gewisser “Rebellionsprozess” auch einfach zum Erwachsenwerden dazu.

Von allen Teilnehmern wurde ausdrücklich die Entstehung eines Netzwerkes, sowie ein unbürokratischer Austausch, gerade auch bei Problemfällen gewünscht und als sinnvoll betrachtet.

Von Seiten der Moderatoren wurde allen Teilnehmern eine schriftliche/bildliche Dokumentation der erarbeiteten Themen, sowie eine “Mailverteilerliste” zugesichert.

Wir bleiben an diesem Thema dran!

Für uns ist die Förderung von Kindern und Jugendlichen – eine gute schulische und berufliche Versorgung, wie auch der Aufbau eines sozialen Netzwerkes mit kinder- und jugendlichengerechten Freizeitaktivitäten für alle Kinder und Jungendliche – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, eines unserer obersten Ziele. Die Gesellschaft muss wieder lernen, dass Kinder- und Jugendliche unsere Zukunft sind – auch unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, bzw. die ihrer Eltern oder Großeltern.

Eveliene Beinersdorf, Sprecherin DieLinke.Much

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